UniFi WLAN-Sicherheit: WPA3, Gastnetzwerke und sichere Zugriffe

Erfahren Sie, wie Sie mit UniFi Ihr Unternehmens-WLAN absichern. Entdecken Sie WPA3, sichere Gastnetzwerke, RADIUS-Authentifizierung und weitere wichtige Sicherheitsfunktionen.
WLAN-Sicherheit wird für Unternehmen immer wichtiger
Ob im Büro, im Besprechungsraum oder im Homeoffice: Drahtlose Netzwerke sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Mitarbeiter verbinden Notebooks, Smartphones und Tablets mit dem Firmen-WLAN. Gleichzeitig benötigen Besucher einen Internetzugang und auch Drucker, Kameras sowie andere Netzwerkgeräte kommunizieren häufig drahtlos.
Doch genau hier entstehen mögliche Sicherheitsrisiken. Ein unzureichend geschütztes WLAN kann unbefugten Personen den Zugang zum Unternehmensnetzwerk ermöglichen. Werden sensible Daten über unsichere Verbindungen übertragen oder sind interne Systeme für fremde Geräte erreichbar, kann das schwerwiegende Folgen haben.
Mit den WLAN-Lösungen von Ubiquiti UniFi können Unternehmen ihre drahtlosen Netzwerke zentral verwalten und mit verschiedenen Sicherheitsfunktionen absichern. Wir von diprotec zeigen, worauf es dabei ankommt.
WPA2 und WPA3: Die richtige Verschlüsselung für Ihr WLAN
Eine der wichtigsten Grundlagen für ein sicheres WLAN ist die Verschlüsselung. Sie sorgt dafür, dass übertragene Daten nicht einfach von außen mitgelesen werden können.
UniFi unterstützt je nach Access Point und Konfiguration verschiedene Sicherheitsstandards:
- WPA2: Ein weit verbreiteter Verschlüsselungsstandard, der weiterhin von vielen Geräten unterstützt wird.
- WPA3: Der modernere Sicherheitsstandard bietet verbesserte Schutzmechanismen bei der Anmeldung und erhöht die Sicherheit drahtloser Verbindungen.
- WPA2/WPA3 kombiniert: Ermöglicht die Nutzung moderner Sicherheitsfunktionen, während ältere Geräte weiterhin kompatibel bleiben können.
- WPA Enterprise: Ermöglicht eine individuelle Authentifizierung über einen RADIUS-Server.
Für Unternehmen empfiehlt es sich, die eingesetzte Hardware und die verbundenen Endgeräte zu berücksichtigen. Moderne Geräte sollten möglichst WPA3 nutzen können. Bei älteren Geräten kann eine kombinierte Konfiguration sinnvoll sein, sofern sie den Sicherheitsanforderungen entspricht.
Gast-WLAN: Besucher sicher vom Firmennetz trennen
Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner benötigen häufig einen Internetzugang während ihres Aufenthalts im Unternehmen. Dafür sollte jedoch niemals das interne Mitarbeiter-WLAN verwendet werden.
Mit UniFi lässt sich ein separates Gastnetzwerk einrichten. Dieses kann vom eigentlichen Unternehmensnetz getrennt werden, sodass Besucher zwar das Internet nutzen, aber nicht auf interne Server, Arbeitsplatzrechner oder andere sensible Systeme zugreifen können.
Zusätzlich bietet UniFi ein sogenanntes Captive Portal. Dabei gelangen Gäste nach der Verbindung mit dem WLAN zunächst auf eine Anmeldeseite. Je nach Konfiguration können dort beispielsweise Zugangsdaten, Passwörter oder zeitlich begrenzte Zugangsmöglichkeiten verwendet werden.
Weitere Funktionen ermöglichen es, die Kommunikation zwischen den einzelnen Gästen einzuschränken oder die verfügbare Bandbreite zu begrenzen.
Ein sauber eingerichtetes Gast-WLAN verbessert somit nicht nur den Komfort für Besucher, sondern trägt auch wesentlich zur Sicherheit der Unternehmens-IT bei.
Mitarbeiter, Gäste und IoT-Geräte getrennt verwalten
Nicht jedes Gerät benötigt dieselben Zugriffsrechte. Ein Mitarbeiter-Notebook hat andere Anforderungen als ein Smartphone eines Besuchers oder eine smarte Überwachungskamera.
Mit UniFi können mehrere WLAN-Netzwerke (SSIDs) eingerichtet und unterschiedlichen VLANs zugeordnet werden. Dadurch lassen sich verschiedene Geräte- und Benutzergruppen voneinander trennen.
Eine mögliche Struktur sieht beispielsweise so aus:
- Mitarbeiter-WLAN: Für geschäftliche Notebooks und Smartphones.
- Gast-WLAN: Für Besucher und externe Personen.
- IoT-WLAN: Für smarte Geräte, Sensoren und technische Komponenten.
- Technik-WLAN: Für ausgewählte interne Netzwerkgeräte.
Ergänzende Firewall-Regeln und Netzwerkisolierung bestimmen, welche Bereiche miteinander kommunizieren dürfen.
Das reduziert unnötige Zugriffsrechte und erschwert es, dass ein kompromittiertes Gerät direkt andere Unternehmenssysteme erreicht.
RADIUS-Authentifizierung: Individuelle Zugänge statt eines gemeinsamen Passworts
In vielen Unternehmen wird ein einziges WLAN-Passwort von zahlreichen Mitarbeitern genutzt. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, muss dieses Passwort unter Umständen geändert und auf allen Geräten neu hinterlegt werden.
Eine Alternative ist die Authentifizierung über RADIUS in Verbindung mit WPA2 Enterprise oder WPA3 Enterprise.
Dabei können Benutzer individuelle Zugangsdaten erhalten. Die Anmeldung erfolgt zentral über einen Authentifizierungsserver. Je nach Konfiguration lassen sich Benutzer oder Geräte außerdem automatisch bestimmten Netzwerkbereichen zuordnen.
Das bietet Unternehmen mehr Kontrolle und erleichtert die Verwaltung von Zugriffsrechten. Besonders bei größeren Mitarbeiterzahlen oder höheren Sicherheitsanforderungen kann sich dieser Ansatz lohnen.
Client Isolation: Geräte im WLAN voneinander abschirmen
Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt ist die Kommunikation zwischen den verbundenen Geräten.
Mit der Client Device Isolation von UniFi kann verhindert werden, dass bestimmte WLAN-Clients direkt miteinander kommunizieren. Das ist beispielsweise in einem Gäste-WLAN sinnvoll, in dem Besucher lediglich einen Internetzugang benötigen.
Auch für bestimmte IoT-Geräte kann diese Funktion hilfreich sein. Geräte, die keine direkte Kommunikation untereinander benötigen, lassen sich dadurch zusätzlich voneinander abschirmen.
Wichtig ist eine passende Konfiguration: Nicht jede Anwendung funktioniert mit vollständiger Client-Isolation. Deshalb sollte vor der Aktivierung geprüft werden, welche Geräte tatsächlich miteinander kommunizieren müssen.
WLAN zentral überwachen und verwalten
Neben der eigentlichen Verschlüsselung und Zugriffskontrolle spielt auch die Verwaltung eine entscheidende Rolle.
Über die UniFi Network Oberfläche können Administratoren ihre Access Points und verbundenen WLAN-Geräte zentral überwachen. Sie erhalten einen Überblick über aktive Verbindungen, verwalten WLAN-Namen und Sicherheitsoptionen und können Änderungen an der Konfiguration vornehmen.
So lassen sich beispielsweise nicht mehr benötigte WLAN-Zugänge deaktivieren oder neue Sicherheitsrichtlinien für bestimmte Bereiche einrichten.
Regelmäßige Firmware-Updates sind ebenfalls wichtig. Sie helfen dabei, bekannte Sicherheitslücken zu schließen und die eingesetzten Geräte auf einem aktuellen Stand zu halten.
diprotec unterstützt Sie bei der Absicherung Ihres Unternehmens-WLANs
Ein sicheres WLAN besteht aus mehr als einem guten Passwort. Entscheidend sind die richtige Verschlüsselung, eine durchdachte Netzwerkstruktur und klar definierte Zugriffsrechte.
Wir von diprotec unterstützen Unternehmen bei der Planung, Einrichtung und Betreuung ihrer UniFi-WLAN-Infrastruktur. Gemeinsam analysieren wir Ihre Anforderungen und entwickeln eine passende Lösung für Mitarbeiter, Gäste und vernetzte Geräte.
Ob moderne UniFi Access Points, WPA3, getrennte Gastnetzwerke oder zentrale Authentifizierung – wir sorgen dafür, dass Ihre drahtlose Netzwerkinfrastruktur nicht nur leistungsfähig, sondern auch sinnvoll abgesichert ist.
Sie möchten Ihr Unternehmens-WLAN sicherer machen? Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten von Ubiquiti UniFi.